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In ihrer Wochenendausgabe vom 25./26. März 2017 widmet sich die LAUSITZER RUNDSCHAU in einem großen Artikel unserem Gewichtslauf. Und nicht nur das - in einer Kolumne wird unsere Arbeit noch einmal besonders gewürdigt!

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir die betreffenden Artikel nicht direkt online veröffentlichen, deshalb hier die Links zu "LR-Online":

 

Nicht immer sind die schnellsten Läufer auch die Gewinner eines Wettkampfes. Beim Forster Gewichtslauf kommt es nämlich nicht nur auf Schnelligkeit an, sondern auch auf das Gewicht. Da zur Ermittlung des Siegers ein Quotient aus Laufzeit und Körpergewicht über die Platzierungen entscheidet, haben durchaus auch schwerere und nicht ganz so schnelle Läufer gute Chancen auf den Sieg.

Zur 33. Auflage dieses etwas anderen Lauf-Wettbewerbs fanden sich am vergangenen Freitag 35 Läuferinnen und Läufer aller Gewichtsklassen ein. Gleichzeitig war der Gewichtslauf der dritte Wertungslauf im AusdauerCup Spree-Neiße.

Vor dem Start mußten alle Teilnehmer erst einmal auf die Waage, die bei den Männern eine Spanne zwischen 66 kg und 113 kg sowie bei den Frauen zwischen 52 kg und 76 kg anzeigte. Insgesamt kamen 2691 kg zusammen.

Schnellster Läufer war Torsten Hentschel (HSG Turbine Zittau), der die 10 km in 36:03 min absolvierte. Für den Gesamtsieg reichte diese Zeit jedoch nicht, dafür war er mit 69 kg einfach zu leicht. Am Ende stand Platz 4 für ihn zu Buche.

Deutlich langsamer, dafür aber auch schwerer waren die drei Erstplatzierten: Steffen Bär (LTSV Forst 1990) holte sich erstmalig den Sieg beim Forster Gewichtslauf. Seine Laufzeit von 41:49 min sowie sein Gewicht von 89 kg ergaben einen Quotienten von 0,460,. Auf Platz 2 folgte Daniel Haberland (Spremberger SV 1862) mit einem Quotienten von 0,482 (Laufzeit 42:23 min). Nur einen Tausendstel Punkt dahinter erreichte Ingo Busse (LTSV Forst 1990) mit 0,483 und einer Laufzeit von 44:00 min Platz 3.

Der schwerste und gleichzeitig auch der langsamste Läufer wurde dank des besonderen Wertungssystems in der Gesamtwertung Achter im Feld der 25 Männer.

Bei den Frauen reichte Kristin Zimmermann (HSG Turbine Zittau) der herausgelaufene Vorsprung, um auch am Ende auf Platz 1 zu stehen. Mit einer Laufzeit von 38:09 min und einem Quotienten von 0,603 gewann sie vor Kerstin Thierfelder (LTSV Forst 1990 – Laufzeit 46:47 min/Quotient 0,638) und Jeannette Bayer (LTSV Forst 1990 – Laufzeit 49:35 min/Quotient 0,765).

Mit ihrem Sieg wiederholte Kristin Zimmermann ihren Vorjahreserfolg und schob sich auf Platz 2 der ewigen Bestenliste dieses Laufes. Besser war nur sie selbst, konnte aber in diesem Jahr ihren eigenen Rekordquotienten von 0,596 nicht knacken.

Im 3-km-Lauf, der den Schüleraltersklassen vorbehalten ist und ohne das Wiegen gewertet wird, siegte bei den Mädchen Victoria Worlitz (LTSV Forst 1990) in 19:44 min. Vincent Bär (LTSV Forst 1990) war bei den Jungen nicht zu schlagen und gewann mit einer Laufzeit von 14:28 min.

Wie Ihr den Nachrichten entnehmen konntet, brennt seit einigen Wochen auf der polnischen Seite im ehemaligen Forster Stadtteil Scheuno (Brozek) eine Plastemülldeponie, deren Auswirkungen auch in Forst und entlang der Neiße zu spüren sind. Zwar ist der Brand weitestgehend gelöscht, aber der Müll schwelt weiter vor sich hin, was sich je nach Windrichtung in Geruchs- und Sichtbelästigungen bemerkbar macht. Über eine mögliche Gesundheitsgefährdung gibt es unterschiedliche Auffassungen deutscher und polnischer Behörden, derzeit laufen diesbezüglich spezielle Messungen von Experten der BASF und einer Dresdner Firma.

Am gestrigen Montagabend fand eine Beratung zwischen Wettkampfleitung, Vertretern des Vorstandes sowie mehreren Läufern statt, um sich über die aktuelle Lage und die möglichen Folgen für den Gewichtslauf, der in Richtung des Brandherdes führen würde, zu verständigen. Dabei wurde folgendes vereinbart:

  1. Der Wettkampfleiter wird am Wettkampftag zeitnah vor Wettkampfbeginn die Situation entlang der ursprünglich geplanten Laufstrecke auf mögliche Geruchs - oder Sichtbelästigungen unter Berücksichtigung der Wetterlage überprüfen und danach entscheiden.
  2. Im Zweifelsfalle findet der Gewichtslauf (vorbehaltlich der Zustimmung durch den Stadionbetreiber, der Stadt Forst) auf der Laufbahn im Stadion statt.

In Ergänzung zu Punkt 1 hat sich mittlerweile ein Läufer bereit erklärt, an der "Kontrollfahrt" teilzunehmen, um dann gemeinsam über den endgültigen Streckenverlauf zu entscheiden.

Wir bitten vorab schon mal um Euer Verständnis!

Aktuelle Info: die Stadt Forst hat einer evt. Verlegung des Laufes ins Stadion zugestimmt.

Mit insgesamt 141 Startern aus mehreren Bundesländern sowie dem benachbarten Polen konnten die Veranstalter des 29. Forster 25-km-Laufes wieder eine gute Resonanz verzeichnen. Auf drei verschiedenen Distanzen ging es gleichzeitig um wertvolle Wertungspunkte im AusdauerCup Spree-Neiße sowie im Niederlausitz-Cup.

Über 25 km holte sich Robert Kubisch (Kimbia Sports) in 1:32.38 h überlegen den Sieg bei den Männern vor seinem Team-Kameraden Zoltan Senczyszyn, der 1:34:37 h für die Strecke benötigte. Dritter wurde Stephan Gerber (TSV 92 Freiberg) in 1:38:51 h.

Bei den Damen siegte Jasmin Beer (SV Wacker Komptendorf) souverän in 1:44:07 h und wurde damit im Gesamteinlauf Vierte hinter den drei Erstplatzierten der Männerwerttung. Ihre Siegerzeit bedeutet gleichzeitig Platz Zwei der ewigen Bestenliste in der langen Geschichte dieses Laufes.

Kerstin Thierfelder (LTSV Forst 1990) holte sich in einer Zeit von 2:07:08 h Platz Zwei vor Anke Redantz (LC Blueliner), die 2:10:43 h unterwegs war.

Einen polnischen Dreifach-Erfolg gab es bei den Männern auf der 15-Km-Distanz. In 54:46 Minuten siegte Filip Smieinski (MSport RCS Team Lubin) vor seinem Vereinskameraden ArturNiedzwiedzki mit 59:12 min und Slawomir Malinowski (Zaganska Grupa Biegona) mit 1:01:10 h. Bester Deutscher wurde auf Platz Vier Gordon Worlitz (LTSV Forst 1990) mit einer Zeit von 1:02:08 h.

Die Frauenwertung gewann Manuela Lenk (FLG Spremberg) mit 1:07:06 h. Auf den Plätzen Zwei und Drei folgten Silke Jordan (SV Wacker Komptendorf – 1:10:43 h) sowie Ina Heller (Lauftreff Lausitz – 1:12.47 h).

Die 7,5-km-Distanz gewann bei den Männern Alexander Kuchta von den Cottbuser Parkläufern mit 27:36 Minuten, dicht gefolgt von Leon Sperling (SV Olympia Cottbus), der nur 11 Sekunden langsamer war. Auf Platz Drei kam Barne Jerol (SV Wacker Komptendorf) nach 29:01 Minuten ins Ziel.

Einen Gastgeber-Doppelsieg für den LTSV Forst 1990 gab es bei den Damen. Peggy Kühnel siegte in 41:30 min vor Denise Schönfeld, die 2 Sekunden mehr für die Strecke benötigte. Platz Drei ging an Annekathrin Schwingeweitzen (SV Großräschen) mit 42:42 Minuten.

Am 17. März geht es weiter mit dem 33. Forster Gewichtslauf. Dann dürften auch die etwas schwereren Sportler eine gute Chance auf den Sieg haben, weil die Laufzeit durch das Körpergewicht geteilt wird und der daraus resultierende Quotient über den Sieg entscheidet.